Allergieabklärung und Therapie

Der Begriff Allergie stammt aus dem Griechischen und bedeutet Fremdreaktion. Unter einer Allergie versteht man die übersteigerte Abwehrreaktion des Immunsystems gegen an sich harmlose Umweltstoffe.

Das heißt der Körper bekämpft sie, obwohl sie keine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Zu den allergieauslösenden Substanzen (Allergenen) gehören beispielsweise Pollen von Gräsern / Bäumen / Kräutern, Hausstaubmilben und Nahrungsmittel.

Bei den meisten Allergenen handelt es sich um Eiweißverbindungen tierischer oder pflanzlicher Herkunft. Durch die Abwehrreaktion des Immunsystems entstehen die typischen Symptome einer Allergie:

  • laufende Nase
  • tränende oder juckende Augen
  • Asthma
  • Hautirritationen (Ausschläge, Neurodermitis)

Es stehen zwei Therapieschienen zur Verfügung


Die symptomatische Therapie

z.B. durch Verabreichung von Anthistaminika, Cortisonpräparaten, Leukotrienantagonisten.


Die Causale Therapie

z.B. spezifische Immuntherapie, wovon neben der traditionellen Spritzenkur seit neuestem die sublinguale Immuntherapie am Markt ist. Diese wird bei uns in der Ordination angeboten.

Wenn man die spezifische sublinguale Immuntherapie über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren konsequent durchführt, besteht eine sehr gute Aussicht, dass die Allergie dauerhaft geheilt wird. Dabei träufelt sich der Allergiker eine bestimmte Anzahl von Tropfen selbst unter die Zunge („sublingual“). Auch hier wird die Dosis zunächst nach einem genau festgelegten Plan gesteigert und die Behandlung über einen Zeitraum von drei Jahren fortgeführt.

Vor dem Beginn der Therapie wird vom Arzt mittels Prick-Test bestimmt, auf welche Substanzen der Betroffene reagiert.

Neben der Behandlung von Pollenallergien können mit dieser Methode auch andere Allergien wie z.B. Nahrungsmittelallergien und Hausstaubmilbenallergien verbessert oder geheilt werden.

Mit der Behandlung sollte in der pollenfreien Zeit im Herbst begonnen werden und möglichst bevor sich Allergien gegen mehrere Stoffe, schwerere Formen oder ein allergisches Asthma entwickelt haben. Eine Therapie ist bereits im Kindesalter möglich.

Laut Weltgesundheitsorganisation beträgt die Anzahl der Neuerkrankungen bei Allergien rund 30 Prozent in der Bevölkerung. Besonders gefährdet sind Patienten, die eine allergische Rhinopathie haben (Heuschnupfen) und sich nicht fachgerecht behandeln lassen. Nach acht Jahren entwickeln mehr als 30 Prozent der Patienten chronisches Asthma bronchiale (Etagenwechsel). Oder sie leiden unter Dauerschnupfen und ständigem Druckgefühl in den Nebenhöhlen, wo sich der allergische Schnupfen als chronische Nebenhöhlenentzündung festgesetzt hat. Um solche „Karrieren“ zu vermeiden, gehören Heuschnupfen-Patienten so früh wie möglich in die Hände eines Arztes.

Starten Sie rechtzeitig mit Ihrer Therapie!